Ist dir aufgefallen, dass dein Kind oft extrem auf neue Menschen, Orte oder Erfahrungen reagiert? Wenn ja, dann kann es sein, dass dein Baby oder Kleinkind hochsensibel ist. In diesem Post lernst du, woran du diese besonderen kleinen Menschen erkennst und auch, was du als Elternteil tun kannst, damit dein Baby damit gut leben, sich entwickeln und schlafen kann.

Woran erkenne ich ein hochsensibles Baby oder Kleinkind

Ein hochsensibles Baby oder Kleinkind verpasst nichts! Es sieht, hört, riecht und fühlt auf eine andere, besonders intensive Art und Weise. Es reagiert auch auf Dinge, die man sonst möglicherweise nicht bemerkt – wie z.B. ein juckendes Wäscheetikett oder eine Autoalarmanlage, die in großer Entfernung angegangen ist. Ein winziger Stein in seinem Schuh kann bereits einen Weltuntergang bedeuten.

Ein ganz normaler Ausflug ist für diese hochsensiblen Seelen eine überwältigende Sinneserfahrung. Es mag sein, dass andere Babys gut damit umgehen können, von einer Person zu einer anderen weitergreicht zu werden, aber ein empfindliches Baby ist davon schnell überwältigt und flippt aus. Es braucht nach einer Spielverabredung oft eine Pause, um sein emotionales Gleichgewicht wiederherzustellen.

Hochsensible Babys haben meist Einschlafschwierigkeiten, weil sie sich nicht so einfach entspannen können. Sie müssen dann stundenlang gehalten, geschaukelt und gewippt werden – und das ist oft das Einzige, was funktioniert!

Wahrscheinlich ist es schwierig für dich, die Vorlieben und Abneigungen deines Babys zu verstehen und zu akzeptieren. Was noch gestern funktioniert hat, läuft heute gar nicht mehr so gut. Hochsensible Babys und Kleinkinder weinen viel und oft scheinbar grundlos, was ihre Eltern verwirrt und sowohl körperlich als auch emotional auslaugt.

Doch auch diese Art hat natürlich viele tolle Seiten! Diese emotionalen kleinen Wesen sind zum größten Teil sehr intelligent und sprachlich begabt. Sie sind sehr einfühlsam und neigen dazu, kreativ zu sein. Schätzungen zufolge sind 15-20% der Kinder hochsensibel.

Wie kann ich meinem hochsensiblen Baby oder Kleinkind das Leben leichter machen?

Alle Kinder gedeihen besser, wenn sie sich geborgen fühlen und wissen, was als Nächstes kommt. Jedoch benötigen hochsensible Kinder besonders klare Strukturen und feste Abläufe. Wenn sie jeden Tag zur gleichen Zeit essen, schlafen und spielen, können sich Kinder besser entspannen. Ein ständig wechselnder Tagesablauf wäre zu überwältigend für sie. Gib deinem Kind mehr Zeit, sich an neue Menschen oder Orte zu gewöhnen. Dränge es nicht dazu, seine Zurückhaltung zu überwinden. Wenn du lernst, wie man seine Zeichen und Launen richtig deutet, wird es euch beiden viel Stress und Kummer ersparen.

Wie kann ich meinem hochempfindlichen Baby oder Kleinkind dabei helfen, besser zu schlafen?

Hochsensible Babys und Kleinkinder sind abends oft überstimuliert, was ihnen das Einschlafen erschwert.  Der beste Weg für einen ruhigen Schlaf ist eine möglichst konstante Schlafenszeit, eine entspannende Abendroutine und ein Schlafzimmer, das dunkel, ruhig und langweilig ist. Keine Handys, Nachtlichter oder Schlaflieder, die die ganze Nacht spielen.  Konzentriere dich also auf euren Tagesablauf und stelle sicher, dass dein Kind möglichst zu denselben Zeiten aufwacht, isst und schlafen geht. Viele Schlafprobleme erledigen sich von selbst, sobald die Mahlzeiten und die Schlafenszeiten deines Lieblings sich mit seiner inneren Uhr synchronisiert haben.

Mehr Tipps zum Thema Babyschlaf findest du auch in den weiteren Posts auf meinem Blog oder auch in meinen Schlafkursen!